Vergleich

Excel oder Lieferantenmanagement-Software?

Ein ehrlicher Vergleich — inklusive der Fälle, in denen Excel völlig ausreicht. Mit Kostenrechnung, typischen Fehlerbildern und drei klaren Umstiegssignalen.

Kurz gesagt: Excel ist völlig ausreichend, solange eine Person weniger als etwa 25 Lieferanten betreut und niemand Nachweise verlangt. Sobald ein zweiter Mensch mitpflegt, Zertifikatsfristen relevant werden oder Kunden Nachweise fordern, ist Excel der teurere Weg — nicht wegen der Lizenz, sondern wegen der Arbeitszeit und der Fehlerkosten.

Wann Excel wirklich reicht

Fangen wir mit der unbequemen Seite an: Wenn Sie fünfzehn Lieferanten haben, allein einkaufen und niemand von Ihnen Nachweise verlangt, brauchen Sie keine Software. Eine gepflegte Tabelle ist dann schneller, flexibler und kostenlos. Wer Ihnen etwas anderes erzählt, verkauft.

Der Punkt ist nur: Dieser Zustand endet, und zwar meist ohne Ankündigung. Er endet, wenn eine zweite Person mitarbeitet, wenn der erste Großkunde eine Lieferantenselbstauskunft schickt, oder wenn im Audit die Frage kommt, wie Sie Ihre Lieferanten bewerten.

Der direkte Vergleich

ExcelNexSource
Anschaffungbereits vorhandenab 29 €/Monat
Mehrere Bearbeiter gleichzeitigVersionskonflikte, „final_v3"ein Datenstand für alle
Zertifikatsfristenmanuelle Wiedervorlageautomatische Warnung 90/60/30 Tage
Änderungshistorienicht vorhandenwer, wann, was
Rechte und Rollenalles oder nichtsOwner / Manager / Member
Lieferant pflegt selbstnicht möglichPortal ohne Account
USt-IdNr.- & Sanktionsprüfungmanuell, undokumentiertautomatisch, dokumentiert
Bestellungen mit Freigabeper E-MailWorkflow mit Statushistorie
AuditfähigkeitNachweise müssen gesucht werdenLieferantenakte auf Knopfdruck
Datensicherheitlokale Datei, Backup ungewissEU-Hosting, verschlüsselt
Ausfall bei PersonalwechselWissen geht mitWissen bleibt im System

Fünf reale Fehlerbilder

  1. Das abgelaufene Zertifikat. Ein IFS-Zertifikat war bis März gültig. Im Juni-Audit fällt es auf. Der Auditor notiert eine Abweichung, der Lieferant braucht drei Wochen für die Neuausstellung.
  2. Die zwei Wahrheiten. Der Einkauf pflegt Liste A, die QS Liste B. Beim Zusammenführen stellt sich heraus, dass 30 % der Ansprechpartner in mindestens einer Liste veraltet sind.
  3. Die Bestellung ohne Freigabe. 14.000 € Auftragswert. Zwei Monate später fragt die Geschäftsführung nach der Genehmigung. Der E-Mail-Thread ist im Archiv der ausgeschiedenen Kollegin.
  4. Die geänderte Bankverbindung. Eine E-Mail meldet neue Kontodaten. Weil niemand prüft, geht die Zahlung an einen Betrüger. Dieser Schadensfall trifft den Mittelstand regelmäßig.
  5. Der Personalwechsel. Die Einkäuferin geht. Ihr Wissen über Zweitquellen, Konditionen und Absprachen war nie dokumentiert. Die Einarbeitung dauert Monate.

Was Excel tatsächlich kostet

PositionAnnahmeKosten pro Jahr
Suchen und Abgleichen von Unterlagen6 h/Monat × 45 €3.240 €
Nachfordern abgelaufener Nachweise2 h/Monat × 45 €1.080 €
Beantwortung einer Kundenselbstauskunft8 h je Anfrage, 3 Anfragen1.080 €
Summe (ohne Schadensfälle)5.400 €
NexSource Pro zum Vergleich89 €/Monat1.068 €
Nicht eingerechnet

Ein einziges Audit-Finding, eine Fehlbestellung oder eine Zahlung an eine gefälschte Bankverbindung übersteigt die jährlichen Softwarekosten in der Regel um ein Vielfaches. Diese Kosten treten selten auf — aber wenn, dann deutlich.

Drei Signale für den Umstieg

  1. Zwei Menschen pflegen dieselben Daten. Ab hier ist Versionschaos keine Frage des Ob, sondern des Wann.
  2. Ein Kunde verlangt Nachweise. Die erste Lieferantenselbstauskunft eines Großkunden ist der klassische Auslöser — sie kommt mit einer Frist.
  3. Etwas ist bereits schiefgegangen. Ein abgelaufenes Zertifikat, eine Bestellung ohne Freigabe, eine Reklamation ohne Historie. Das war kein Einzelfall, sondern ein Systemproblem.

Umstieg ohne Großprojekt

Der häufigste Grund, warum Unternehmen bei Excel bleiben, ist die Angst vor dem Migrationsprojekt. Diese Angst ist bei Konzernsoftware berechtigt und bei NexSource unbegründet:

  1. Tag 1: Workspace anlegen, Team einladen — Nutzer sind unbegrenzt.
  2. Tag 1–2: Die 20 Lieferanten mit dem größten Volumen erfassen, Zertifikate mit Ablaufdatum hinterlegen. Damit ist das größte Risiko abgedeckt.
  3. Woche 2: Portal-Links an diese Lieferanten senden — ab jetzt pflegen sie ihre Daten selbst.
  4. Laufend: Jeder neue Lieferant entsteht direkt im System. Den Bestand aus Excel übernehmen Sie per CSV-Import in einem Schritt.

Genau dafür gibt es die 14 Tage kostenlos: Sie können den Schritt bis „Woche 2" vollständig testen, bevor Sie irgendetwas zahlen.

FAQ

Häufige Fragen

Ab wann reicht Excel für das Lieferantenmanagement nicht mehr?

Drei Schwellen sind typisch: mehr als eine Person pflegt die Daten, mehr als etwa 25 aktive Lieferanten, oder es existieren Nachweispflichten gegenüber Kunden und Auditoren. Sobald eine davon erfüllt ist, kostet Excel mehr Zeit, als es spart.

Können wir unsere Excel-Daten übernehmen?

Ja. Speichern Sie Ihre Excel-Liste als CSV und importieren Sie sie in einem Schritt — NexSource erkennt Spalten wie Firmenname, Adresse, USt-IdNr. oder Zahlungsziel automatisch, überspringt Dubletten und prüft jeden Lieferanten beim Import gegen die Sanktionslisten von EU, UN und OFAC.

Ist Excel nicht billiger?

Nur in der Lizenzrechnung. Rechnen Sie den Zeitaufwand: Sechs Stunden im Monat für das Suchen und Abgleichen von Lieferantenunterlagen entsprechen bei 45 € Vollkosten rund 3.240 € im Jahr. Ein einziges übersehenes Zertifikat im Kundenaudit kann teurer sein als mehrere Jahre Softwarekosten.

Was, wenn wir schon ein ERP haben?

Die meisten ERP-Systeme führen Lieferantenstammdaten für die Buchhaltung, aber keine Zertifikatsfristen, keine Lieferantenbewertung und kein Lieferantenportal. NexSource ergänzt das ERP an dieser Stelle, statt es zu ersetzen.

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